Scrum – Was bedeutet das eigentlich in der Praxis?
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Scrum – Was bedeutet das eigentlich in der Praxis?

Scrum – Was genau bedeutet das eigentlich? Wie lässt sich diese Theorie in der Praxis anwenden? Und vor allem: Warum kann es sinnvoll sein, sich dieser Methode zu bedienen? Viele Fragen, die wir euch im Folgenden gerne beantworten möchten.

Bevor wir in die konkreten Anwendungsbereiche kommen, ist es nützlich, einen Abstecher in die Historie des Scrum Begriffes zu unternehmen.

Kurze Geschichte

Der Scrum Begriff lässt sich auf 2 japanische Wissenschaftler zurückführen, die mit dieser Bezeichnung das Gedränge im Rugby als Analogie für außergewöhnlich erfolgreiche Teams in der Produktentwicklung beschrieben. Scrum bedeutet im Englischen übrigens auch “Gedränge”. Im Grunde sind damit kleine selbst strukturierte Teams gemeint, die zwar eine Richtung vorgegeben bekommen, aber ihre Taktik und ihr Vorgehen völlig selbst bestimmen. Jeder Mitarbeiter erhält Verantwortung und es gibt keine Hierarchie innerhalb des Teams.

2001 folgte dann das agile Manifest, welches dann die wahrhaftige Geburtsstunde der Scrum Methode war. Verfasst wurde diese von Jeff Sutherland und Ken Schwaber, mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:

  1. Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge
  2. Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation
  3. Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen
  4. Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans

Scrum im Überblick

Die Scrum Methode ist im Grunde eine entgegengesetzte Theorie zum klassischen Projektmanagement bzw. zum Wasserfall-Modell. Mit Hilfe von agilen Arbeitsweisen lassen sich Probleme und Hindernisse frühzeitig erkennen und man kann dadurch schon zeitnah Gegenmaßnahmen einfädeln. Nie zu vergessen hier die zentralen Eigenschaften, wie Flexibilität, Vertrauen, Transparenz oder auch Kundenorientierung. Scrum akzeptiert, dass der genaue Entwicklungsprozess nicht vorhersehbar ist, sondern alle Schritte in den einzelnen Sprints erarbeitet werden müssen.

Wenn man gedenkt, einen Scrum Prozess im eigenen Unternehmen zu etablieren, gibt es verschiedene Begriffe, Rollen und Eigenschaften, die es zu verinnerlichen gilt. Denn nur, wenn sich alle an die Anforderungen einer agilen Management Methode halten, kann das Arbeiten im Nachhinein zu einem vollen Erfolg für alle Beteiligten werden.

Wichtige Rollen

Die drei entscheidenden Rollen im Scrum Prozess sind der Product Owner, der Scrum Master und das Entwicklungsteam.
Der Product Owner hat die Interessen und Anforderungen (User Stories) der Stakeholder genau zu kennen und sollte diese im Idealfall auch angemessen vertreten.
Der Scrum Master fungiert als eine Art Moderator und organisiert die Kommunikation des Entwicklungsteams mit der Außenwelt. Zudem ist er für die Einhaltung der Werte und Regeln innerhalb des Scrum Prozesses zuständig.
Das Entwicklungsteam in Scrum besteht in der Regel aus 5 bis 10 Mitarbeitern und ist interdisziplinär aufgestellt. Hierarchien spielen hier keine Rolle und das Team lernt mit der Zeit, sich selbst zu organisieren und zu verwalten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. In dieser Gruppe steht die gemeinschaftliche Leistung im Mittelpunkt – Man arbeitet miteinander und unterstützt sich gegenseitig. Der Team Gedanke wird in Scrum also sehr groß geschrieben.

Scrum Meetings

Damit der Scrum Prozess auch praktikabel ist, müssen unterschiedliche Ereignisse eingehalten werden. Dies sind im Grunde Termine, an die sich alle Rollen halten müssen.

Neben dem Sprint und dem Sprint Planning kommen hier noch das Daily Scrum, das Sprint Review und die Sprint Retrospective hinzu. Dies sind wiederkehrende Ereignisse, die ein zentraler Bestandteil des Scrum Prozesses darstellen. Auf Anhieb kann man nicht direkt etwas mit diesen Begriffen anfangen, daher eine kurze Unterweisung, was mit den Ereignissen konkret gemeint ist bzw. was dort stattfindet. Der Sprint ist sozusagen der festgelegte Zyklus, in dem gearbeitet wird und dauert in der Regel 2 Wochen. Das dazugehörige Sprint Planning wird vor jedem neuen Sprint genutzt, um Aufgaben und Anforderungen zu definieren und einzutakten. Im Daily trifft sich jeden Morgen das Entwicklungsteam zu einem kurzen Meeting (max. 5 Minuten), um den Kollegen ein Update zu geben oder ggfs. Probleme bei gestellten Anforderungen zu besprechen. Das Daily eignet sich übrigens auch hervorragend, um außerhalb des Scrum Prozesses ein lockeres Team Meeting zu etablieren, um alle Kollegen täglich abzuholen. Review und Retrospective ergänzen den Scrum Prozess. Hierbei handelt es sich um Treffen des gesamten Teams (also auch Product Owner und Scrum Master), um den alten Sprint inhaltlich und persönlich zu besprechen und Feedback mit in den neuen Sprint zu nehmen.

 

scrum

 

Die 3 Artefakte, die in Scrum entscheidend sind, sind Produkt Backlog, das Sprint Backlog und Produkt Inkrement. Es handelt sich hierbei um Produkte bzw. Ergebnisse, die innerhalb des Scrum Prozesses entstehen und gepflegt werden müssen. 

Auf den ersten Blick wirken diese vielen Bestandteile des Scrum Prozesses erschlagend, aber wenn man sich auf die Inhalte und Werte einlässt, erkennt man schnell, dass diese Methode viel Potenzial beherbergt.

In der VRM Digital arbeiten wir schon seit Jahren nach dieser Methode. Es hat sich gezeigt, dass die Kollegen die Werte und Einstellungen schon sehr gut angenommen haben und so eine angenehme und produktive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden konnte. 

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