Ein Jahr DSGVO: Was hat sich getan
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Ein Jahr DSGVO: Was hat sich getan

Vor einigen Wochen feierte sie ihr einjähriges Jubiläum: Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Am 25. Mai 2018 erstmals in Kraft getreten, sorgte sie für eine Menge Aufruhr und Unsicherheit darüber, was erlaubt und was verboten ist. Mit der neuen Verordnung sollte vor Allem der europäische Datenschutz flächendeckend optimiert werden. Doch bereits vor der Einführung waren viele Unternehmen und kleinere Vereine um hohe Strafgebühren und Verwarnungen besorgt. Auch die praktische Umsetzung der neuen Regelungen bereitete vielen Unternehmern Kopfzerbrechen. Ein Jahr später stellen wir fest, dass sich durch diese Verordnung zwar einiges geändert, aber längst nicht alles verschlechtert hat. Wir werfen für euch nochmal einen Blick auf Pros und Contras der DSGVO.

Datenschutz im Blick

Auf der positiven Seite der DSGVO ist ganz klar ein erhöhtes Bewusstsein für den Datenschutz zu nennen. Sowohl Verantwortliche, als auch Nutzer mussten sich im zurückliegenden Jahr gezwungenermaßen mit den neuen Regelungen auseinandersetzen. Viele Firmen haben die Gelegenheit genutzt, um sich einen guten Überblick über die vorhandenen Daten zu schaffen. Sie haben ihren Bestand in Ordnung gebracht und die entsprechenden Maßnahmen unternommen, um die gesetzlichen Vorgaben der DSGVO zu erfüllen. Auf Betroffenenseite haben sich viele Menschen Gedanken über die Freigabe ihrer privaten Daten gemacht. Bei einigen Unternehmen wurde nach Auskunft über gespeicherte Daten gebeten. In einigen Fällen wurden Anfragen zur Löschung der Daten gestellt.

Unsicherheiten dauern an

Da es sich bei der DSGVO um eine noch junge Verordnung handelt, sind viele Unsicherheiten noch nicht aus dem Weg geräumt. Viele Bestandteile des Gesetzes müssen erst durch Rechtsprechungen der Gerichte begründet werden. Unklarheit herrscht beispielsweise bei der Verwendung von Cookies. Hier wird möglicherweise die ab 2021 kommende ePrivacy-Verordnung eine Lösung anbieten. Auch zielgruppenspezifische Werbung und das Tracking des Nutzerverhaltens sind mittels der europäischen DSGVO nicht hinreichenden geklärt.

Hohe Belastungen für kleine und mittelständische Betriebe

Diese Unsicherheiten werden möglicherweise erst in einigen Jahren ausgeräumt sein. Bis dahin müssen viele Firmen die schwierige Entscheidung treffen, ob sie den Vorgaben der DSGVO bis aufs Kleinste folgen, oder hohe Strafen riskieren. Größere Unternehmen können sich in der Regel die hohen Gerichtskosten eher leisten. Sie können ihre Positionen durch verschiedene Instanzen verteidigen. Kleine und mittlere Firmen hingegen versuchen verständlicherweise solche Prozesse zu vermeiden. Die fehlende Unterscheidung zwischen Milliardenschweren Unternehmen und Kleinbetrieben ist definitiv ein Nachteil der DSGVO.

Neben der gebliebenen rechtlichen Unsicherheit, haben auch mangelhafte Beratungsmöglichkeiten für Probleme gesorgt. Einige Unternehmen waren nicht in der Lage die Kosten für eine fachmännische Beratung aufzubringen. Andere warteten mehrere Wochen auf ihren Termin. Das Einfordern von vorschnellen unsinnigen Einwilligungen war die Folge. Viele Online-Aktionen wurden auch von jetzt auf gleich stumm geschaltet, um Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden. Die Dokumentationspflicht und das Informationsangebot der DSGVO erfordern hohe personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen. Auch hier sind Großunternehmer klar im Vorteil.

Weniger Abmahnungen und Bußgelder als erwartet

Ohne Frage, das ein oder andere Unternehmen wurde mit Abmahnungen oder Bußgeldern konfrontiert. Eine große Welle blieb jedoch aus. Für Abmahnungen sorgten beispielsweise unkorrekte Datenschutzerklärungen und fehlende SSL-Verschlüsselungen. Zwischen seriösen Abmahnungen versteckten sich auch Betrugsschreiben. Mit Bußgeldern wurden vielfach Lücken in der sicheren Datenspeicherung und -lagerung bestraft. In diesen Fällen konnten die vertraulichen Daten von Personen gelesen werden, welche eigentlich keinen Zugriff hätten haben dürfen.

Eine Abmilderung der DSGVO in Sicht?

Um die Belastung von kleineren und mittelständischen Unternehmen im Umgang mit der DSGVO zu verringern, wird über eine Entschärfung der Verordnung diskutiert. Einige Stimmen fordern die komplette Herausnahme von Firmen mit unter Fünfzigtausend Datenbeständen. Andere positionieren sich für eine Verringerung der Bürokratie in puncto Dokumentationspflicht und Informationsangebot. Möglich ist jedoch auch die Etablierung einer straffreien Abmahnung beim ersten Verstoß, vor allem für kleine Firmen.

Bei Fragen und Anregungen meldet euch gerne bei uns!

Foto: weerapat1003 – stock.adobe.com

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